Marketing war immer schon getrieben von Innovationen und Trends, und jedes Jahr kommen neue Methoden und Ideen hervor, um Produkte an den Mann und die Frau zu bringen. Einige Trends haben es aber zumindest bis zu ihrem ersten Geburtstag geschafft.

Influencer

Sie sind sind jung, haben viel Zeit und einen Internetanschluss: Irgendwie schaffen es ein paar junge Leute mit belanglose Bildern und Videos zu unterhalten, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass die Werbetreibende und Marketing-Gurus sofort die Nachkommen der Testimonials gefunden haben. Influencer posten zwischen ihren Urlaubsbildern eines von dem Hotel, das ihnen das Zimmer umsonst gegeben hat und machen sich dann auf zum nächsten Strand – alleine die Gage für ein paar Bilder würde für einen Business-Class-Flug reichen. Ob die horrenden Preisvorstellungen der Reise-, Food- und Fashion-Blogger anhalten werden, dürfte aber bezweifelt werden. Nur in einigen wenige Branchen zeigen sich Erfolge, dann aber mit großen Abverkaufszahlen.

Chatbots

Die kleinen automatisierten Service-Center werden zwar das Sales-Team nicht ersetzen, wohl aber Teile des Kundendienstes. Schon jetzt übernehmen sie einen Großteil von Anfragen, die bisher in den FAQs oder von geduldigen Mitarbeitern beantworten wurden. Für den Kunden erscheint der Chatbot persönlicher als ein Call-Center-Mitarbeiter, haben Umfragen ergeben. Da werde einige Headsets anfangen zu zittern.

Mobil oder der Tod

Die Webseite ist in weiten Bereichen tot, es leben die mobilen Apps oder Webapps. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache was den Trend zur mobilen Nutzung angeht, und wer heute nah am Kunden sein will, muss ihn am Mobiltelefon abholen. Das gilt vor allem in der Freizeit: Kaum jemand benutzt noch einen PC oder Laptop, wenn man zu Hause auf dem Sofa sitzt. Die Notification ist die neue Email, muss aber mit viel größeren Aufwand gestaltet werden.

Video

Ja, Video. Es wird seit gefühlten 300 Jahren als Marketing-Tool gepredigt und dennoch reicht es bei vielen Firmen nur zum Werbeclip, der auch online gestellt wird. Oder schlimmer noch: Der Corporate-Film.