Auch Netflix verwendet Werbetafeln

In den USA wurden einst die handgemalten Werbeschilder, die gigantische Ausmaße hatten und auf Hausdächern und riesigen Masten angebracht waren zur Kunstform erhoben. Heute kämpft diese Werbeform gegen Online- und andere Medien. Aber noch ist der Kampf nicht verloren. Vor kurzem hat der Online-Filmdienst Netflix angekündigt, in Hollywood Werbung mit klassischen Werbetafeln machen zu wollen. Dazu wollte man sogar gleich eine Agentur, die sich darauf spezialisiert hat, komplett übernehmen.

Dabei hat die Plakatwerbung einige entscheidende Vorteile:

  • sie kann wahrgenommen werden, ohne das man dafür ein anderes Medium benötigt
  • man kann sie recht genau an Zielgruppen richten, beispielsweise Pendler oder Bewohner bestimmter Viertel
  • sie ist sehr günstig
  • man kann hohe Aufmerksamkeit schaffen
  • man kann sie an den Werbeträger anpassen

Bahnhöfe und Bushaltestellen

Die Plakatwerbung, die oft auch über elektronische Displays ausgeliefert wird, ist extrem flexibel. Man kann so ziemlich alles bekleben, was für Werbung benutzt werden kann: die Rückseiten von Bussitzen, die Außenseite einer S-Bahn und natürlich auch komplette Häuserfassaden. Wer schnell zum Stadtgespräch werden will, kann mit einem recht geringen finanziellen Aufwand einen großen Effekt erreichen.

Aber auch die klassischen Plakate, die an Busstationen, an Bahnhöfen und anderen Orten stehen, die häufig frequentiert werden, sind nach wie vor erfolgreich. Wer sein Plakat auch noch mit einem QR-Code versieht, kann sogar den Betrachter direkt zu einer Aktion in der digitalen Welt verführen, die dann auch noch messbar wird.

Branchenriese ist die Firma Ströer, die es bereits seit 1963 gibt und die vor allem durch die Gründung der Deutschen Städte Medien deutschlandweit bekannt wurde. Heute hat Ströer über 4000 Mitarbeiter, macht mehr als eine Milliarde Euro Umsatz und ist an der Börse notiert. Man hat in über 1200 deutschen Städten Verträge über das Aufstellen von Plakatwänden und ist auf 5700 Bahnhöfen vertreten. Um den etwas althergebrachten Begriffe wie Litfaßsäule und Plakatwand einen moderneren Anstrich zu geben, werden die jetzt unter dem Namen Stadtmobiliar zusammengefasst.